Einzelhandel

Marge im Getränkemarkt: typische Spanne und Kalkulation

Wer im Getränkemarkt kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 15 bis 28 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 18 bis 39 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 2 bis 5 Prozent des Umsatzes.

Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.

Warum die Marge im Getränkemarkt so liegt

Getränke sind schwer, sperrig und preissensibel. Die Spanne ist niedrig, Profitabilität kommt aus Volumen, Leergutlogistik und Zusatzsortiment.

Die wichtigsten Kostentreiber

Pfandlogistik, Transport- und Lagerkosten schwerer Ware, niedrige Stückspannen und Personal.

Rechenbeispiel

Ein typischer Fall pro Kasten: Bei einem Einkauf von 8,50 Euro netto und einem Verkaufspreis von 10,99 Euro netto bleiben 2,49 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 22,7 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 29 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist im Getränkemarkt entscheidend.

Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.

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Häufige Fragen

Warum ist die Marge bei Getränken niedrig?

Preistransparenz und Aktionsdruck der Hersteller lassen wenig Spielraum. Das Geschäft lebt vom Volumen.

Welche Rolle spielt das Pfand?

Pfand ist ein durchlaufender Posten, erzeugt aber Logistik- und Lageraufwand, der die Marge belastet.

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