E-Commerce

Marge im Onlineshop: typische Spanne und Kalkulation

Wer im Bereich Onlineshop kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 40 und 60 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 2 und 10 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.

Warum die Marge im Onlineshop so liegt

Im Onlineshop sieht die Rohmarge oft gut aus, doch Versand, Retouren und Werbung fressen sie auf. Eine ehrliche Kalkulation rechnet alle diese Kosten pro Bestellung ein.

Die wichtigsten Kostentreiber

Versand und Verpackung, Retouren, Zahlungs- und Marketingkosten sowie Plattform- und Shopgebühren.

Rechenbeispiel

Ein typischer Fall pro Bestellung: Bei einem Einkauf von 14,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 34,90 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 59,9 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Onlineshop entscheidend.

Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.

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Häufige Fragen

Warum ist die Nettomarge im Onlineshop oft enttäuschend?

Versand, Retouren, Zahlungsgebühren und Marketing schmälern die scheinbar gute Rohmarge erheblich.

Welcher Posten wird am häufigsten unterschätzt?

Retouren. Je nach Sortiment gehen 5 bis über 15 % der Bestellungen zurück und verursachen volle Logistikkosten.

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