E-Commerce
Marge im Onlineshop: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Onlineshop kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 40 bis 60 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 67 bis 150 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 2 bis 10 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge im Onlineshop so liegt
Im Onlineshop sieht die Rohmarge oft gut aus, doch Versand, Retouren und Werbung fressen sie auf. Eine ehrliche Kalkulation rechnet alle diese Kosten pro Bestellung ein.
Die wichtigsten Kostentreiber
Versand und Verpackung, Retouren, Zahlungs- und Marketingkosten sowie Plattform- und Shopgebühren.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Bestellung: Bei einem Einkauf von 14,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 34,90 Euro netto bleiben 20,90 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 59,9 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 149 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist im Onlineshop entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Warum ist die Umsatzrendite im Onlineshop oft enttäuschend?
Versand, Retouren, Zahlungsgebühren und Marketing schmälern die scheinbar gute Rohmarge erheblich.
Welcher Posten wird am häufigsten unterschätzt?
Retouren. Je nach Sortiment gehen 5 bis über 15 % der Bestellungen zurück und verursachen volle Logistikkosten.
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