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Marge im Friseursalon: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Friseursalon kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 80 bis 90 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 400 bis 900 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 3 bis 10 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge im Friseursalon so liegt
Beim Friseur ist fast alles Arbeitsleistung, der Materialeinsatz ist gering. Die hohe Rohmarge wird vom Personalkostenblock und der Auslastung der Stühle bestimmt.
Die wichtigsten Kostentreiber
Personalkosten als größter Block, Miete in Lauflage, Ausbildung und geringer Materialeinsatz.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Haarschnitt: Bei einem Einkauf von 5,90 Euro netto und einem Verkaufspreis von 39,00 Euro netto bleiben 33,10 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 84,9 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 561 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist im Friseursalon entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Warum ist die Materialspanne beim Friseur so hoch?
Der Materialeinsatz pro Behandlung ist minimal. Der Preis bezahlt fast ausschließlich Arbeitszeit und Können.
Was bestimmt den Gewinn?
Die Auslastung der Mitarbeitenden und der Verkauf margenstarker Pflegeprodukte.
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