Einzelhandel
Marge im Autohaus: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Autohaus kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 5 bis 15 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 5 bis 18 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 1 bis 4 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge im Autohaus so liegt
Auf Neuwagen ist die Marge sehr dünn, das Geschäft verdient an Werkstatt, Teilen, Gebrauchtwagen und Finanzierung. Service ist der eigentliche Gewinnbringer.
Die wichtigsten Kostentreiber
Niedrige Neuwagenmarge durch Herstellervorgaben, hohe Kapitalbindung, Werkstatt und Service.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Neuwagen: Bei einem Einkauf von 28.000,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 29.900,00 Euro netto bleiben 1.900,00 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 6,4 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 7 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist im Autohaus entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Verdienen Autohäuser am Neuwagen?
Kaum. Die Neuwagenmarge ist sehr dünn. Gewinn entsteht in Werkstatt, Teilen, Gebrauchten und Finanzierung.
Was ist der wichtigste Ertragsbereich?
Der After-Sales-Bereich mit Werkstatt und Ersatzteilen.
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