Einzelhandel
Marge im Autohaus: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Bereich Autohaus kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 5 und 15 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 1 und 4 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.
Warum die Marge im Autohaus so liegt
Auf Neuwagen ist die Marge sehr dünn, das Geschäft verdient an Werkstatt, Teilen, Gebrauchtwagen und Finanzierung. Service ist der eigentliche Gewinnbringer.
Die wichtigsten Kostentreiber
Niedrige Neuwagenmarge durch Herstellervorgaben, hohe Kapitalbindung, Werkstatt und Service.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Neuwagen: Bei einem Einkauf von 28.500,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 29.900,00 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 4,7 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Autohaus entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Verdienen Autohäuser am Neuwagen?
Kaum. Die Neuwagenmarge ist sehr dünn. Gewinn entsteht in Werkstatt, Teilen, Gebrauchten und Finanzierung.
Was ist der wichtigste Ertragsbereich?
Der After-Sales-Bereich mit Werkstatt und Ersatzteilen.
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