Handwerk
Marge im Elektrobetrieb: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Elektrobetrieb kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 50 bis 65 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 100 bis 186 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 5 bis 12 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge im Elektrobetrieb so liegt
Elektroarbeiten verbinden Materialhandel mit hochwertiger Arbeitsleistung. Die Marge steckt im Stundensatz, Material läuft mit moderatem Aufschlag durch.
Die wichtigsten Kostentreiber
Qualifiziertes Personal, Materialaufschlag, Anfahrt, Dokumentationspflichten und Gewährleistung.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Installation: Bei einem Einkauf von 470,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 1.100,00 Euro netto bleiben 630,00 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 57,3 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 134 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist im Elektrobetrieb entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Wie hoch ist der Materialaufschlag im Elektrohandwerk?
Üblich sind moderate Aufschläge auf das Material, der Hauptertrag kommt aus dem Stundenverrechnungssatz.
Was muss in den Stundensatz?
Lohn, Lohnnebenkosten, Werkzeug, Fahrzeug, Dokumentation und ein Risikozuschlag für Gewährleistung.
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