Handwerk
Marge im Elektrobetrieb: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Bereich Elektrobetrieb kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 50 und 65 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 5 und 12 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.
Warum die Marge im Elektrobetrieb so liegt
Elektroarbeiten verbinden Materialhandel mit hochwertiger Arbeitsleistung. Die Marge steckt im Stundensatz, Material läuft mit moderatem Aufschlag durch.
Die wichtigsten Kostentreiber
Qualifiziertes Personal, Materialaufschlag, Anfahrt, Dokumentationspflichten und Gewährleistung.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Installation: Bei einem Einkauf von 280,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 1.100,00 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 74,5 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Elektrobetrieb entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Wie hoch ist der Materialaufschlag im Elektrohandwerk?
Üblich sind moderate Aufschläge auf das Material, der Hauptertrag kommt aus dem Stundenverrechnungssatz.
Was muss in den Stundensatz?
Lohn, Lohnnebenkosten, Werkzeug, Fahrzeug, Dokumentation und ein Risikozuschlag für Gewährleistung.
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