Großhandel
Marge im Elektrogroßhandel: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Elektrogroßhandel kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 12 bis 25 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 14 bis 33 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 2 bis 6 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge im Elektrogroßhandel so liegt
Der Elektrogroßhandel beliefert Handwerksbetriebe mit moderaten Spannen. Verfügbarkeit, schnelle Lieferung und Projektpreise sind die Wettbewerbsfaktoren.
Die wichtigsten Kostentreiber
Breites Sortiment, Lagerhaltung, Lieferservice für Handwerk und Projektgeschäft.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Bauteil: Bei einem Einkauf von 42,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 52,00 Euro netto bleiben 10,00 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 19,2 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 24 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist im Elektrogroßhandel entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
Verwandte Branchen
Häufige Fragen
Wie differenziert sich der Elektrogroßhandel?
Über Verfügbarkeit, Lieferservice und Projektberatung, weniger über den reinen Preis.
Wer sind die Kunden?
Überwiegend Elektrohandwerk und Industrie, die schnell und zuverlässig beliefert werden wollen.
Deine Marge im Elektrogroßhandel ausrechnen
Zum Margen-Rechner