Großhandel

Marge im Getränkegroßhandel: typische Spanne und Kalkulation

Wer im Getränkegroßhandel kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 10 bis 20 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 11 bis 25 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 2 bis 5 Prozent des Umsatzes.

Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.

Warum die Marge im Getränkegroßhandel so liegt

Der Getränkegroßhandel beliefert Gastronomie und Handel mit dünnen Spannen. Das Volumen und die Logistikeffizienz entscheiden über die Rendite.

Die wichtigsten Kostentreiber

Logistik schwerer Ware, Pfandhandling, Fuhrpark und niedrige Stückspannen.

Rechenbeispiel

Ein typischer Fall pro Kasten: Bei einem Einkauf von 7,80 Euro netto und einem Verkaufspreis von 9,20 Euro netto bleiben 1,40 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 15,2 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 18 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist im Getränkegroßhandel entscheidend.

Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.

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Häufige Fragen

Warum sind die Spannen so niedrig?

Großabnehmer verhandeln hart und das Produkt ist preistransparent. Das Geschäft macht das Volumen.

Was ist entscheidend?

Effiziente Tourenlogistik und das Management von Pfand und Forderungen.

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