Einzelhandel
Marge im Lederwarengeschäft: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Lederwarengeschäft kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 45 bis 60 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 82 bis 150 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 4 bis 10 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge im Lederwarengeschäft so liegt
Taschen und Lederwaren haben solide Spannen, Markenartikel sind aber preistransparent. Eigenmarken und Beratung sichern die Marge.
Die wichtigsten Kostentreiber
Markendruck, Lagerbindung, Online-Wettbewerb und saisonale Sortimente.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Tasche: Bei einem Einkauf von 35,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 79,00 Euro netto bleiben 44,00 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 55,7 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 126 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist im Lederwarengeschäft entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Was begrenzt die Marge bei Markentaschen?
Die Preistransparenz und der Onlinehandel. Spielraum bieten Eigenmarken und Service.
Was ist margenstark?
Kleinlederwaren und Accessoires sowie kuratierte Nischenmarken.
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