Einzelhandel
Marge in der Parfümerie: typische Spanne und Kalkulation
Wer in der Parfümerie kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 30 bis 50 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 43 bis 100 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 4 bis 10 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge in der Parfümerie so liegt
Markenparfums haben durch UVP-Orientierung, Vertriebsbindung der Hersteller und Onlinevergleich begrenzte Spannen. Eigenmarken, dekorative Kosmetik und Beratung sind die wichtigsten Margenträger.
Die wichtigsten Kostentreiber
Markenvorgaben mit festen Preispunkten, Beratungspersonal, Lage und Online-Wettbewerb.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Flakon: Bei einem Einkauf von 38,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 69,00 Euro netto bleiben 31,00 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 44,9 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 82 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist in der Parfümerie entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Warum ist die Spanne auf Markenparfums begrenzt?
Die Marken geben Preispunkte vor und der Onlinevergleich ist einfach. Spielraum bietet eher das Zusatzsortiment.
Was hat die höchste Marge?
Dekorative Kosmetik und Eigen- oder Nischenmarken mit weniger Preistransparenz.
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