Einzelhandel

Marge in der Drogerie: typische Spanne und Kalkulation

Wer in der Drogerie kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 25 bis 40 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 33 bis 67 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 2 bis 5 Prozent des Umsatzes.

Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.

Warum die Marge in der Drogerie so liegt

Die Drogerie lebt von Volumen und Eigenmarken. Markenartikel haben dünne Spannen, Eigenmarken und Kosmetik tragen die Rendite.

Die wichtigsten Kostentreiber

Hoher Wettbewerb der Ketten, Eigenmarkenanteil, Personal und Fläche bei niedrigen Stückpreisen.

Rechenbeispiel

Ein typischer Fall pro Artikel: Bei einem Einkauf von 1,20 Euro netto und einem Verkaufspreis von 1,95 Euro netto bleiben 0,75 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 38,5 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 63 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist in der Drogerie entscheidend.

Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.

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Häufige Fragen

Wie verdienen Drogerien an dünnen Margen?

Über hohen Umschlag, große Flächen und einen wachsenden Anteil margenstarker Eigenmarken.

Welche Produkte haben die höchste Spanne?

Eigenmarken sowie dekorative Kosmetik liegen deutlich über den Markenartikeln des täglichen Bedarfs.

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