Gesundheit
Marge im Apotheke: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Bereich Apotheke kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 20 und 50 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 3 und 7 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.
Warum die Marge im Apotheke so liegt
Bei rezeptpflichtigen Medikamenten ist die Marge gesetzlich geregelt und fix, das Freiwahl- und Sichtwahlsortiment trägt die zusätzliche Spanne. Personal und Dienstpflichten sind hohe Fixkosten.
Die wichtigsten Kostentreiber
Feste Honorierung bei verschreibungspflichtigen Arzneien, qualifiziertes Personal, Nacht- und Notdienst, Lagerhaltung.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro freiverkäuflichem Produkt: Bei einem Einkauf von 9,50 Euro netto und einem Verkaufspreis von 14,90 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 36,2 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Apotheke entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Wie verdient eine Apotheke an Rezepten?
Bei verschreibungspflichtigen Arzneien gilt ein weitgehend fixer Festzuschlag, nicht eine prozentuale Spanne.
Wo liegt der Margenhebel?
Im frei verkäuflichen Sortiment wie Kosmetik, Nahrungsergänzung und Gesundheitsprodukten.
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