Gesundheit
Marge in der Physiotherapiepraxis: typische Spanne und Kalkulation
Wer in der Physiotherapiepraxis kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 70 bis 88 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 233 bis 733 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 5 bis 15 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge in der Physiotherapiepraxis so liegt
Die Physiopraxis verkauft Behandlungszeit mit geringem Materialeinsatz. Die festen Kassensätze begrenzen den Preis nach oben, Selbstzahlerleistungen heben die Marge.
Die wichtigsten Kostentreiber
Personalkosten der Therapeuten, feste Kassensätze, Raum- und Gerätekosten sowie Verwaltung.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Behandlung: Bei einem Einkauf von 5,20 Euro netto und einem Verkaufspreis von 25,00 Euro netto bleiben 19,80 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 79,2 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 381 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist in der Physiotherapiepraxis entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Was begrenzt die Marge in der Physiotherapie?
Die festen Vergütungssätze der Krankenkassen. Sie geben den Preis für viele Leistungen vor.
Wie steigert man die Marge in der Physiotherapiepraxis?
Über Selbstzahler- und Präventionsangebote, die frei kalkuliert werden können.
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