Einzelhandel
Marge im Tabakwarengeschäft: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Bereich Tabakwarengeschäft kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 8 und 20 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 3 und 9 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.
Warum die Marge im Tabakwarengeschäft so liegt
Tabak hat eine eng begrenzte Handelsspanne und macht vor allem Frequenz. Lotto, Zeitschriften und Zusatzartikel tragen die eigentliche Marge.
Die wichtigsten Kostentreiber
Gesetzlich enge Tabakspanne, hohe Steuerlast als Durchlauf, Lotto und Zusatzsortiment.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Schachtel: Bei einem Einkauf von 7,50 Euro netto und einem Verkaufspreis von 8,40 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 10,7 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Tabakwarengeschäft entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
Verwandte Branchen
Häufige Fragen
Warum ist die Tabakspanne so niedrig?
Sie ist gesetzlich eng begrenzt. Der größte Teil des Preises ist Steuer, ein Durchlaufposten.
Womit verdient das Geschäft?
Mit Lotto, Presse, Getränken und Zusatzartikeln mit höherer Spanne.
Deine Marge im Tabakwarengeschäft ausrechnen
Zum Margen-Rechner