Gastronomie

Marge im Bar: typische Spanne und Kalkulation

Wer im Bereich Bar kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 70 und 85 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 5 und 15 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.

Warum die Marge im Bar so liegt

Cocktails und Spirituosen haben sehr hohe Spannen. Die Bar lebt von Stoßzeiten am Abend, Personal- und Mietkosten laufen aber unabhängig von der Auslastung.

Die wichtigsten Kostentreiber

Personal zu Abend- und Nachtzeiten, Miete in Ausgehlage, Lizenzkosten und Schwund.

Rechenbeispiel

Ein typischer Fall pro Cocktail: Bei einem Einkauf von 1,80 Euro netto und einem Verkaufspreis von 9,50 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 81,1 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Bar entscheidend.

Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.

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Häufige Fragen

Warum sind Cocktails so margenstark?

Der Spirituoseneinsatz pro Drink ist gering im Verhältnis zum Verkaufspreis. Personal und Lage bestimmen den Nettogewinn.

Was ist das Hauptrisiko einer Bar?

Schwankende Auslastung und Schwund. Leere Stunden verursachen volle Fixkosten.

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