Gastronomie
Marge in der Bar: typische Spanne und Kalkulation
Wer in der Bar kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 70 bis 85 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 233 bis 567 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 5 bis 15 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge in der Bar so liegt
Cocktails und Spirituosen haben sehr hohe Spannen. Die Bar lebt von Stoßzeiten am Abend, Personal- und Mietkosten laufen aber unabhängig von der Auslastung.
Die wichtigsten Kostentreiber
Personal zu Abend- und Nachtzeiten, Miete in Ausgehlage, Lizenzkosten und Schwund.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Cocktail: Bei einem Einkauf von 1,80 Euro netto und einem Verkaufspreis von 9,50 Euro netto bleiben 7,70 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 81,1 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 428 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist in der Bar entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Warum sind Cocktails so margenstark?
Der Spirituoseneinsatz pro Drink ist gering im Verhältnis zum Verkaufspreis. Personal und Lage bestimmen den Nettogewinn.
Was ist das Hauptrisiko einer Bar?
Schwankende Auslastung und Schwund. Leere Stunden verursachen volle Fixkosten.
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