Gastronomie
Marge im Café: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Bereich Café kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 70 und 85 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 5 und 12 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.
Warum die Marge im Café so liegt
Ein Café lebt von der hohen Spanne auf Heißgetränke, bei denen aus wenigen Cent Rohstoff ein Verkaufspreis von mehreren Euro wird. Die Herausforderung ist die Auslastung der Sitzplätze über den Tag.
Die wichtigsten Kostentreiber
Personal, Miete in frequenzstarker Lage, Wareneinsatz für Kaffee und Gebäck. Kaffee selbst hat einen sehr geringen Wareneinsatz.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Cappuccino: Bei einem Einkauf von 0,45 Euro netto und einem Verkaufspreis von 3,40 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 86,8 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Café entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Wie hoch ist die Marge auf einen Kaffee?
Auf der Ware liegt die Spanne oft über 85 %, weil der Rohstoffeinsatz pro Tasse nur wenige Cent beträgt. Personal und Miete bestimmen den Nettogewinn.
Was begrenzt die Marge eines Cafés?
Die begrenzte Zahl an Sitzplätzen und die Auslastung. Fixkosten laufen unabhängig davon, ob die Plätze besetzt sind.
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