Einzelhandel
Marge im Baumarkt: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Baumarkt kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 30 bis 45 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 43 bis 82 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 2 bis 6 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge im Baumarkt so liegt
Der Baumarkt ist eine Mischkalkulation: Schnelldreher mit dünner Spanne neben Spezialartikeln mit hoher Spanne. Die Fläche ist der größte Kostenblock.
Die wichtigsten Kostentreiber
Riesige Flächen, breites Sortiment mit unterschiedlichem Umschlag, Personal und Saisonabhängigkeit.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Werkzeug: Bei einem Einkauf von 12,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 19,95 Euro netto bleiben 7,95 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 39,8 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 66 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist im Baumarkt entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Wie kalkuliert ein Baumarkt?
Als Mischkalkulation. Preisbekannte Schnelldreher haben dünne Spannen, Spezial- und Zubehörartikel tragen die Marge.
Was belastet die Marge am stärksten?
Die großen, teuren Flächen und die Lagerung eines sehr breiten Sortiments.
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