Einzelhandel
Marge im Baumarkt: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Bereich Baumarkt kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 30 und 45 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 2 und 6 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.
Warum die Marge im Baumarkt so liegt
Der Baumarkt ist eine Mischkalkulation: Schnelldreher mit dünner Spanne neben Spezialartikeln mit hoher Spanne. Die Fläche ist der größte Kostenblock.
Die wichtigsten Kostentreiber
Riesige Flächen, breites Sortiment mit unterschiedlichem Umschlag, Personal und Saisonabhängigkeit.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Werkzeug: Bei einem Einkauf von 12,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 19,95 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 39,8 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Baumarkt entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Wie kalkuliert ein Baumarkt?
Als Mischkalkulation. Preisbekannte Schnelldreher haben dünne Spannen, Spezial- und Zubehörartikel tragen die Marge.
Was belastet die Marge am stärksten?
Die großen, teuren Flächen und die Lagerung eines sehr breiten Sortiments.
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