Einzelhandel
Marge im Gartencenter: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Gartencenter kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 40 bis 55 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 67 bis 122 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 3 bis 9 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge im Gartencenter so liegt
Pflanzen haben eine gute Spanne, aber Pflegeaufwand und Verderb sind hoch. Das Geschäft ist stark saisonal, Dekoration und Zubehör glätten den Jahresverlauf.
Die wichtigsten Kostentreiber
Verderb und Pflege von Pflanzen, starke Saisonalität, große Flächen und Personal.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Pflanze: Bei einem Einkauf von 4,67 Euro netto und einem Verkaufspreis von 8,90 Euro netto bleiben 4,23 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 47,5 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 91 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist im Gartencenter entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Was macht das Gartencenter saisonal?
Frühjahr und Vorweihnachtszeit dominieren. Pflege und Verderb laufen aber das ganze Jahr.
Womit glättet man die Saison?
Mit Deko, Zubehör und Indoor-Sortiment außerhalb der Pflanzsaison.
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