Einzelhandel
Marge im Möbelhaus: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Möbelhaus kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 40 bis 55 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 67 bis 122 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 3 bis 8 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge im Möbelhaus so liegt
Möbel haben ordentliche Spannen, aber teure Flächen und Logistik. Lieferung, Montage und Lagerung sperriger Ware drücken die Umsatzrendite.
Die wichtigsten Kostentreiber
Große Ausstellungsflächen, Logistik und Lieferung sperriger Ware, lange Kapitalbindung und Retouren.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Sofa: Bei einem Einkauf von 380,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 799,00 Euro netto bleiben 419,00 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 52,4 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 110 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist im Möbelhaus entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
Verwandte Branchen
Häufige Fragen
Warum braucht ein Möbelhaus hohe Spannen?
Wegen der großen Flächen, der Logistik sperriger Ware und der langen Kapitalbindung in der Ausstellung.
Was kostet besonders viel im Möbelhaus?
Ausstellungsfläche, Lieferung und Montage. Diese Kosten verzehren einen großen Teil der Rohmarge.
Deine Marge im Möbelhaus ausrechnen
Zum Margen-Rechner