Einzelhandel
Marge im Möbelhaus: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Bereich Möbelhaus kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 40 und 55 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 3 und 8 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.
Warum die Marge im Möbelhaus so liegt
Möbel haben ordentliche Spannen, aber teure Flächen und Logistik. Lieferung, Montage und Lagerung sperriger Ware drücken die Nettomarge.
Die wichtigsten Kostentreiber
Große Ausstellungsflächen, Logistik und Lieferung sperriger Ware, lange Kapitalbindung und Retouren.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Sofa: Bei einem Einkauf von 380,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 799,00 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 52,4 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Möbelhaus entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Warum braucht ein Möbelhaus hohe Spannen?
Wegen der großen Flächen, der Logistik sperriger Ware und der langen Kapitalbindung in der Ausstellung.
Was kostet besonders viel?
Ausstellungsfläche, Lieferung und Montage. Diese Kosten verzehren einen großen Teil der Rohmarge.
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