Großhandel

Marge im Brauerei: typische Spanne und Kalkulation

Wer im Bereich Brauerei kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 40 und 60 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 5 und 15 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.

Warum die Marge im Brauerei so liegt

Die Brauerei hat solide Spannen auf das fertige Produkt, aber hohe Anlagen- und Logistikkosten. Eigenvertrieb und Gastronomie heben die Marge gegenüber dem Handelsverkauf.

Die wichtigsten Kostentreiber

Rohstoffe und Energie, Abfüllung und Logistik, Biersteuer als Durchlauf und Investitionen in Anlagen.

Rechenbeispiel

Ein typischer Fall pro Flasche: Bei einem Einkauf von 0,35 Euro netto und einem Verkaufspreis von 0,85 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 58,8 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Brauerei entscheidend.

Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.

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Häufige Fragen

Wo verdient eine Brauerei am besten?

Im Direktvertrieb und in der Gastronomie. Der Verkauf über den Handel hat dünnere Spannen.

Was sind die großen Kostenblöcke?

Energie, Abfüllung, Logistik und die Abschreibung der Brauanlagen.

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