Handwerk
Marge im Dachdeckerei: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Bereich Dachdeckerei kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 45 und 60 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 4 und 10 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.
Warum die Marge im Dachdeckerei so liegt
Dacharbeiten sind stark wetterabhängig, was die Auslastung schwanken lässt. Gerüst- und Materialkosten sind hoch, die Arbeitsleistung trägt die Spanne.
Die wichtigsten Kostentreiber
Witterungsabhängigkeit, Gerüst und Maschinen, Materialkosten und körperlich anspruchsvolle Arbeit.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Dachsanierung: Bei einem Einkauf von 4.500,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 9.800,00 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 54,1 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Dachdeckerei entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Warum schwankt die Marge im Dachdeckerhandwerk?
Witterung bestimmt, wann gearbeitet werden kann. Schlechtwetterphasen verursachen unproduktive Fixkosten.
Was sind die größten Kostenblöcke?
Gerüst, Material und Personal. Sicherheits- und Maschinenkosten kommen hinzu.
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