Handwerk

Marge im Zimmerei: typische Spanne und Kalkulation

Wer im Bereich Zimmerei kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 45 und 60 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 4 und 11 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.

Warum die Marge im Zimmerei so liegt

Die Zimmerei verbindet hohen Materialanteil mit anspruchsvoller Arbeitsleistung. Schwankende Holzpreise und Witterung beeinflussen die Marge spürbar.

Die wichtigsten Kostentreiber

Holzpreise, Maschinen und Kran, qualifiziertes Personal und Witterung.

Rechenbeispiel

Ein typischer Fall pro Dachstuhl: Bei einem Einkauf von 5.800,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 12.000,00 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 51,7 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Zimmerei entscheidend.

Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.

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Häufige Fragen

Wie wirken Holzpreise auf die Marge?

Stark. Bei langer Angebotsbindung kann ein Preisanstieg die kalkulierte Marge aufzehren.

Was trägt die Wertschöpfung?

Die handwerkliche Arbeitsleistung und Abbund, nicht das reine Material.

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