Handwerk
Marge in der Glaserei: typische Spanne und Kalkulation
Wer in der Glaserei kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 45 bis 60 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 82 bis 150 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 5 bis 12 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge in der Glaserei so liegt
Glasarbeiten sind Maßanfertigung mit Bruchrisiko. Die Arbeitsleistung trägt die Marge, der Materialaufschlag bleibt moderat.
Die wichtigsten Kostentreiber
Materialkosten und Bruchrisiko, Maßanfertigung, Anfahrt und Montage.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Verglasung: Bei einem Einkauf von 133,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 280,00 Euro netto bleiben 147,00 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 52,5 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 111 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist in der Glaserei entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Was ist das besondere Risiko in der Glaserei?
Bruch bei Transport und Montage. Maßanfertigungen sind bei Schaden Totalverlust.
Wo entsteht die Marge?
In Zuschnitt, Anpassung und Montage vor Ort.
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