Handwerk
Marge im Fliesenlegerbetrieb: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Bereich Fliesenlegerbetrieb kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 50 und 65 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 5 und 12 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.
Warum die Marge im Fliesenlegerbetrieb so liegt
Fliesenarbeiten sind reine Arbeitsleistung mit moderatem Materialdurchlauf. Verschnitt und präzise Vorarbeit beeinflussen die Marge.
Die wichtigsten Kostentreiber
Lohnintensität, Materialaufschlag, Verschnitt und Anfahrt.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Bad: Bei einem Einkauf von 600,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 2.400,00 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 75 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Fliesenlegerbetrieb entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Wie kalkuliert ein Fliesenleger?
Über Quadratmeter-Arbeitspreise plus Materialaufschlag inklusive Verschnitt.
Was ist der Margenhebel?
Saubere Vorarbeit und Effizienz auf der Baustelle, die Nacharbeiten vermeiden.
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