Handwerk
Marge im Malerbetrieb: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Bereich Malerbetrieb kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 50 und 65 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 4 und 10 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.
Warum die Marge im Malerbetrieb so liegt
Der Malerbetrieb verkauft fast ausschließlich Arbeitszeit. Die Marge hängt an der Auslastung und an einem realistisch kalkulierten Stundensatz inklusive Rüst- und Fahrzeiten.
Die wichtigsten Kostentreiber
Lohnintensität, Fahrzeiten zwischen Baustellen, Materialaufschlag und saisonale Auslastung.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Wohnung: Bei einem Einkauf von 350,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 1.900,00 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 81,6 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Malerbetrieb entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Wie kalkuliert ein Malerbetrieb richtig?
Über einen Stundensatz, der auch Fahrzeiten, Rüstzeiten und Auslastungslücken einpreist, nicht nur die reine Arbeit an der Wand.
Was ist der größte Margenfresser?
Unproduktive Zeiten und eine schwankende Auslastung über das Jahr.
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