Gesundheit
Marge in der Ergotherapiepraxis: typische Spanne und Kalkulation
Wer in der Ergotherapiepraxis kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 70 bis 86 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 233 bis 614 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 5 bis 14 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge in der Ergotherapiepraxis so liegt
Wie die Physiotherapie ist die Marge durch feste Kassenvergütung begrenzt. Selbstzahler- und Präventionsangebote erweitern den Spielraum.
Die wichtigsten Kostentreiber
Personalkosten der Therapeuten, feste Kassensätze, Raum- und Materialkosten.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Behandlung: Bei einem Einkauf von 7,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 32,00 Euro netto bleiben 25,00 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 78,1 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 357 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist in der Ergotherapiepraxis entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Was begrenzt die Marge?
Die festen Vergütungssätze der Krankenkassen für die meisten Leistungen.
Wie erweitert man den Spielraum?
Über Selbstzahler-, Präventions- und Beratungsangebote.
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