Handwerk

Marge in der Schlosserei: typische Spanne und Kalkulation

Wer in der Schlosserei kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 45 bis 62 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 82 bis 163 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 5 bis 13 Prozent des Umsatzes.

Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.

Warum die Marge in der Schlosserei so liegt

Metallbau verbindet Materialhandel mit individueller Konstruktion. Die hohe Wertschöpfung steckt in Planung, Fertigung und Montage.

Die wichtigsten Kostentreiber

Metallpreise, Maschinen, Schweiß- und Montagearbeit sowie Konstruktionsaufwand.

Rechenbeispiel

Ein typischer Fall pro Geländer: Bei einem Einkauf von 1.020,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 2.200,00 Euro netto bleiben 1.180,00 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 53,6 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 116 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist in der Schlosserei entscheidend.

Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.

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Häufige Fragen

Was prägt die Marge im Metallbau?

Die Konstruktions- und Fertigungsleistung. Material ist Durchlaufposten mit moderatem Aufschlag.

Was kostet viel?

Maschinen, Werkstatt und qualifiziertes Personal.

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