Dienstleistung
Marge im Schlüsseldienst: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Schlüsseldienst kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 60 bis 85 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 150 bis 567 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 10 bis 30 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge im Schlüsseldienst so liegt
Der Schlüsseldienst verkauft schnelle Verfügbarkeit. Anfahrt und Bereitschaft sind die Hauptkosten, Notdienst- und Wochenendzuschläge heben die Marge.
Die wichtigsten Kostentreiber
Bereitschaft und Anfahrt, geringer Materialeinsatz, Fahrzeug und Notdienstzuschläge.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Türöffnung: Bei einem Einkauf von 24,50 Euro netto und einem Verkaufspreis von 89,00 Euro netto bleiben 64,50 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 72,5 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 263 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist im Schlüsseldienst entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Wofür zahlt der Kunde beim Schlüsseldienst?
Vor allem für schnelle Verfügbarkeit und Anfahrt, weniger für Material.
Was hebt die Marge im Schlüsseldienst?
Notdienst-, Nacht- und Wochenendzuschläge.
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