Handwerk
Marge beim Schuhmacher: typische Spanne und Kalkulation
Wer beim Schuhmacher kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 60 bis 80 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 150 bis 400 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 6 bis 18 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge beim Schuhmacher so liegt
Reparaturen sind Handarbeit mit geringem Materialeinsatz und damit guter Spanne. Das Volumen ist durch die Arbeitszeit begrenzt, Zusatzservices erweitern es.
Die wichtigsten Kostentreiber
Arbeitszeit, geringer Materialeinsatz, Maschinen und kleine Ladenfläche.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Reparatur: Bei einem Einkauf von 7,50 Euro netto und einem Verkaufspreis von 25,00 Euro netto bleiben 17,50 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 70 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 233 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist beim Schuhmacher entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Warum hat der Schuhmacher gute Spannen?
Material ist günstig, bezahlt wird die handwerkliche Arbeit und Erfahrung.
Womit erweitert man das Geschäft?
Mit Schlüsseldienst, Gravuren und Lederpflegeprodukten.
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