Handwerk

Marge in der Schneiderei: typische Spanne und Kalkulation

Wer in der Schneiderei kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 60 bis 80 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 150 bis 400 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 5 bis 15 Prozent des Umsatzes.

Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.

Warum die Marge in der Schneiderei so liegt

Änderungs- und Maßschneiderei verkauft fast nur Arbeitszeit. Die Spanne ist hoch, das Volumen durch die Handarbeit begrenzt.

Die wichtigsten Kostentreiber

Arbeitszeit, geringer Materialeinsatz bei Änderungen, Maschinen und Miete.

Rechenbeispiel

Ein typischer Fall pro Änderung: Bei einem Einkauf von 7,50 Euro netto und einem Verkaufspreis von 25,00 Euro netto bleiben 17,50 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 70 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 233 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist in der Schneiderei entscheidend.

Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.

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Häufige Fragen

Warum hat die Schneiderei hohe Spannen?

Der Materialeinsatz bei Änderungen ist minimal. Bezahlt wird die Arbeitszeit und das Können.

Was begrenzt den Umsatz in der Schneiderei?

Die Zahl der schaffbaren Aufträge pro Tag, denn alles ist Handarbeit.

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