Handwerk
Marge im Polsterei: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Bereich Polsterei kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 50 und 68 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 6 und 15 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.
Warum die Marge im Polsterei so liegt
Polsterarbeiten sind hochwertige Handarbeit mit guter Spanne. Die niedrige Stückzahl pro Tag begrenzt das Volumen, Spezialisierung sichert Preise.
Die wichtigsten Kostentreiber
Aufwändige Handarbeit, Materialkosten für Stoffe, geringe Stückzahl und Spezialisierung.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Sessel: Bei einem Einkauf von 220,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 780,00 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 71,8 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Polsterei entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Warum sind Polsterarbeiten teuer?
Es ist zeitintensive Handarbeit. Die Arbeitszeit pro Stück ist hoch.
Wie sichert man Preise?
Durch Spezialisierung auf hochwertige oder antike Stücke mit wenig Wettbewerb.
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