Einzelhandel

Marge im Second-Hand-Laden: typische Spanne und Kalkulation

Wer im Bereich Second-Hand-Laden kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 40 und 100 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 5 und 20 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.

Warum die Marge im Second-Hand-Laden so liegt

Second-Hand arbeitet oft auf Kommissionsbasis oder mit günstigem Ankauf, was hohe Spannen erlaubt. Der Aufwand steckt in Sichtung, Aufbereitung und Präsentation.

Die wichtigsten Kostentreiber

Ankauf oder Kommission, Sichtung und Aufbereitung, Lagerfläche und Verkaufsaufwand.

Rechenbeispiel

Ein typischer Fall pro Artikel: Bei einem Einkauf von 8,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 24,00 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 66,7 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Second-Hand-Laden entscheidend.

Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.

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Häufige Fragen

Warum können Spannen im Second-Hand hoch sein?

Bei Kommission oder günstigem Ankauf ist der Wareneinstand niedrig. Der Aufwand liegt in der Aufbereitung.

Was ist das Kommissionsmodell?

Der Laden verkauft Ware für den Eigentümer und behält einen Anteil, ohne selbst einzukaufen.

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