Einzelhandel
Marge im Second-Hand-Laden: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Second-Hand-Laden kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 40 bis 75 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 67 bis 300 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 5 bis 20 Prozent des Umsatzes.
Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.
Warum die Marge im Second-Hand-Laden so liegt
Second-Hand arbeitet oft auf Kommissionsbasis oder mit günstigem Ankauf, was hohe Spannen erlaubt. Der Aufwand steckt in Sichtung, Aufbereitung und Präsentation.
Die wichtigsten Kostentreiber
Ankauf oder Kommission, Sichtung und Aufbereitung, Lagerfläche und Verkaufsaufwand.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Artikel: Bei einem Einkauf von 8,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 24,00 Euro netto bleiben 16,00 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 66,7 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 200 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist im Second-Hand-Laden entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Warum können Spannen im Second-Hand hoch sein?
Bei Kommission oder günstigem Ankauf ist der Wareneinstand niedrig. Der Aufwand liegt in der Aufbereitung.
Was ist das Kommissionsmodell?
Der Laden verkauft Ware für den Eigentümer und behält einen Anteil, ohne selbst einzukaufen.
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