Einzelhandel

Marge in der Baumschule: typische Spanne und Kalkulation

Wer in der Baumschule kalkuliert, will wissen, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Als grobe Orientierung gilt hier eine Marge (Handelsspanne, also Rohertrag geteilt durch den Netto-Verkaufspreis) von etwa 45 bis 65 Prozent. Gemessen als Aufschlag auf den Einkauf entspricht das etwa 82 bis 186 Prozent. Nach allen Kosten bleibt als Umsatzrendite meist nur ein Bruchteil davon, grob 4 bis 12 Prozent des Umsatzes.

Diese Werte sind eine redaktionelle Einschätzung zur groben Orientierung. Es gibt dafür keine amtliche Statistik und keine Einzelquelle je Branche. Betriebe weichen je nach Standort, Sortiment und Größe deutlich ab.

Warum die Marge in der Baumschule so liegt

Die Baumschule bindet über Jahre Kapital in heranwachsenden Pflanzen. Die Spanne ist gut, doch die lange Aufzucht und der Pflegeaufwand sind die Gegenseite.

Die wichtigsten Kostentreiber

Lange Aufzuchtzeiten und Kapitalbindung, Pflege, Witterung und Flächenbedarf.

Rechenbeispiel

Ein typischer Fall pro Gehölz: Bei einem Einkauf von 9,00 Euro netto und einem Verkaufspreis von 24,00 Euro netto bleiben 15,00 Euro Rohertrag. Das ergibt eine Marge von 62,5 Prozent, als Aufschlag auf den Einkauf 167 Prozent. Davon müssen noch Personal, Miete und Energie bezahlt werden. Genau diese Differenz zwischen Marge und Umsatzrendite ist in der Baumschule entscheidend.

Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.

Verwandte Branchen

Anzeige

Häufige Fragen

Warum ist die Kapitalbindung so hoch?

Pflanzen wachsen über Jahre, bevor sie verkaufsfähig sind. So lange ist Kapital gebunden.

Was beeinflusst die Marge?

Ausfälle durch Witterung und der Pflegeaufwand über die Aufzuchtzeit.

Deine Marge in der Baumschule ausrechnen

Zum Margen-Rechner
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige