Gastronomie
Marge im Eisdiele: typische Spanne und Kalkulation
Wer im Bereich Eisdiele kalkuliert, fragt sich früher oder später, ob die eigene Marge im üblichen Rahmen liegt. Die kurze Antwort: Die Brutto-Handelsspanne bewegt sich hier typischerweise zwischen 70 und 85 Prozent, die Netto-Umsatzrendite zwischen 6 und 15 Prozent. Diese Werte sind Orientierungsbereiche aus öffentlichen Quellen und betrieblicher Praxis, keine amtlichen Festwerte. Wichtiger als die Zahl ist das Verständnis, warum sie so liegt.
Warum die Marge im Eisdiele so liegt
Eis hat eine sehr hohe Spanne, das Geschäft konzentriert sich aber auf wenige warme Monate. Die ganze Jahresrendite muss in der Saison erwirtschaftet werden.
Die wichtigsten Kostentreiber
Ausgeprägte Saisonalität, Personal in Spitzenzeiten, Energie für Kühlung und kurze Verdienstfenster.
Rechenbeispiel
Ein typischer Fall pro Kugel: Bei einem Einkauf von 0,25 Euro netto und einem Verkaufspreis von 1,50 Euro netto ergibt sich eine Rohmarge von 83,3 Prozent. Das ist die Spanne auf der Warenebene, bevor Personal, Miete und Energie abgezogen sind. Genau diese Differenz zwischen Rohmarge und Nettomarge ist im Eisdiele entscheidend.
Orientierung statt Dogma: Vergleiche deine eigene Marge über die Zeit, nicht nur mit dem Branchenschnitt. Standort, Sortiment und Betriebsgröße verschieben die üblichen Werte teils erheblich.
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Häufige Fragen
Warum ist die Spanne auf Eis so hoch?
Der Rohstoffeinsatz pro Kugel beträgt nur wenige Cent. Personal, Miete und Saisonalität bestimmen den Nettogewinn.
Was ist die größte Herausforderung?
Die Saisonalität. Der Jahresgewinn muss in wenigen Monaten erwirtschaftet werden, Fixkosten laufen aber ganzjährig.
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